Do., 16.04., ab 18 Uhr im Infoladen
(Schillergäßchen 5, Dachgeschoss, kein barrierefreier Zugang)

Was laden erneut zum Feministischen Salon:
Dieses Mal nehmen wir die Sonderausstellung „Die Schamanin“ des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle zum Anlass, um uns – auf Grundlage des Buchs „Das Rätsel der Schamanin“ von Harald Meller und Kai Michel – mit dem Grabfund der sogenannten „Schamanin von Bad Dürrenberg“ und der Rolle archäologischer Funde für die Deutung der Gegenwart auseinanderszusetzen.
Die Schamanin von Bad Dürrenberg ist die Bezeichnung für den mittelsteinzeitlichen Grabfund einer Frau, der 1934 in Bad Dürrenberg bei Kanalarbeiten im Kurpark entdeckt wurde, und der aufgrund seiner umfangreichen Grabbeigaben und Besonderheiten am Skelett sowie seinem Alter von ca. 9000 Jahren zu einem der bedeutendsten Funden der Region gilt und im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ausgestellt wird. Der Landesarchäologe des Landes Sachsen-Anhalt und Leiter des Museums Harald Meller hat (zusammen mit dem Autor Kai Michel) 2022 das Buch „Das Rätsel der Schamanin“ veröffentlicht, in dem er die Fundgeschichte – geprägt von Nationalsozialismus, Kolonialismus und Realsozialismus – darstellt und einordnet.
Beim Feministischen Salon #6 werden wir gemeinsam mit der Fundgeschichte und der aktuellen Rolle, die die „Schamanin von Bad Dürrenberg“ einnimmt, auseinandersetzen, um zu schauen, welche Rolle Archäologie in je herrschenden Ideologien einnimmt, aber auch, um gemeinsam zu überlegen, was Archäologie zur Vorstellung einer befreiten Gesellschaft beiträgt.

Vorkenntnisse sind wie immer nicht nötig. Wir begrüßen euch ab 18:00 Uhr und starten inhaltlich um 18:30 Uhr. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.